Flugplatz Oranienburg

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Der Flugplatz Oranienburg befindet sich nördlich von Berlin in (wie der Name verraten lässt) Oranienburg. Erbaut wurde er 1936 bis 1939. Bis 1945 wurde der Flugplatz als Werksflughafen von den Heinkel-Werken Oranienburg und von der Luftwaffe der Wehrmacht für Bomber, Transportflieger und später auch Hubschrauber genutzt. Einheiten wie das Nachtjagderprobungskommando sowie das Schlacht- und Kampfgeschwader starteten und landeten hier. Seitdem der Fluplatz 1945 bei einem Luftangriff von US-Bombern vollständig zerstört wurde, wurden die noch intakten Anlagen von der sowjetischen Besetzungsmacht demontiert. Die Start- und Landebahn des Werksflugplatzes wurde instand gesetzt und bis 1994 von den sowjetischen Luftstreitkräften als Militärflugplatz genutzt. Mittlerweile werden Teile der Start- und Landebahn als Trasse für die Westumfahrung von Oranienburg genutzt und auf einer Fläche von 17 Hektar stehen nun über 33000 Solarmodule, die bis zu 7,8 Megawatt Strom erzeugen.

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Neben der großen Flugzeughalle befinden sich auf dem riesigen 430 Hektar großen Gelände auch Flugzeughangars, unterirdische Anlagen wie Bunker, Verwaltungsgebäude und Kasernengebäude. Außerdem hatte der Flugplatz einen Gleisanschluss aus Richtung Nordwesten.IMG_6568Während wir über das Gelände laufen und uns umgucken entdecken wir neben vielen anderen Besuchern auch ein Fotoshooting mit einer sehr spärlich bekleideten „Dame“. Find ich irgendwie lustig 😀IMG_6543

 

Die Flugzeughalle ist wirklich riesig und hat an den Stirnseiten, auf zwei Stockwerke verteilt, Verwaltungsräumlichkeiten. Viele Wände und Decken sind eingestürzt und in manchen Räumen erkennt man die Überreste von Bränden. Etwas entfernt entdecken wir ein größeres flaches Gebäude, das wir uns genauer ansehen wollen. Hier scheinen Tagungs- oder Strategieräume gewesen zu sein. Es liegen sogar noch einige Plakate mit Anleitungen auf russisch herum – auch die Wände sind teilweise mit russischsprachigen Zeitungen tapeziert. Von hier aus sind es nur noch ein paar kleinere Wege bis zu den Bunkeranlagen. IMG_6530Leider stehen diese so weit unter Wasser, dass es unmöglich ist hineinzugehen.. Auch ein weiteres unterirdisch angelegtes Gebäude ein paar Meter weiter ist vollgelaufen und Brutstätte von abermillionen Mücken. Auf den Feldern liegen Stahlbetonklötze, Überreste von Mauern und Decken. Außerdem findet man viele kleine eingezäunte Areale, aus denen Wasserproben gezogen werden, was darauf schließen lässt, dass der Boden entweder versäucht ist und kontrolliert werden muss. Vereinzelt laufen wir an prismenartigen, hohlen Stahlbetonmauern vorbei, die mich an Schießübungsplätze erinnern. Das letzte Gebäude auf unserem Weg ist ein vom Militär gekennzeichneter Bau, in dem eine große Halle zu finden ist, in der außer Reifen und Pfützen nichts zu finden ist. IMG_7420
Wasser und Sümpfe, Pfützen und Matsch sind auf dem gesamten Gelände zahlreich vertreten und treiben die Mückenanzahl extrem in die Höhe.. Dass wir ohne Anti-Mückenspray hier unseren Tag verbracht haben, war ziemlich dumm. Als wir zuhause ankamen, hatten wir so viele Stiche, dass ich sie nicht zählen konnte….


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